Wettarten

Die Siegwette

Sekt oder Selters – so lautet die Devise bei der Siegwette. Es ist die klarste Wettart, denn nur, wenn „mein“ Pferd gewinnt, dann gewinne auch ich. Es gilt den Sieger zu treffen. Dass dies allerdings nicht immer so ganz einfach ist, zeigt der Blick in die Statistik: Bei den Galopprennen in Krefeld wird höchstens jedes dritte Rennen tatsächlich vom Totofavoriten – das ist das Pferd mit der niedrigsten Siegquote – auch gewonnen.

Das macht die Siegwette so attraktiv, denn wer den richtigen Kandidaten auswählt, kann sich meist über ein schönes Sümmchen freuen. Quoten im dreistelligen Bereich (mehr als 100:10) sind da durchaus möglich, allerdings gibt es die großen Außenseitersiege vor allem in den so genannten Handicaps- oder Ausgleichsrennen, in denen die aufgrund ihrer vorher gezeigten Leistungen unterschiedliche Gewichte tragen müssen. Das macht diese Rennen so besonders spannend.

Die Platzwette

Eine sehr einfache Wettart ist die traditionelle Platzwette. Wenn das ausgewählte Pferd unter die ersten drei Ränge läuft, dann hat man gewonnen. Ausnahme sind Rennen mit weniger als acht Startern, dann zählt die Platzwette nur für die ersten beiden Ränge. Gerade bei den Galopprennen in Krefeld sind die Platzquoten meist lukrativ, weil viele Besucher die Platzwette spielen und der Einsatztopf entsprechend groß ist. Eine Verdoppelung oder Verdreifachung des Einsatzes ist deshalb keine Seltenheit und bei einem echten Außenseiter kann es sogar deutlich mehr sein.

Für Neulinge ist die Platzwette auf ein oder zwei Pferde pro Rennen ideal, um sich mit dem Wettgeschehen vertraut zu machen und um regelmäßig zu den Gewinnern zu zählen. Aber auch Profis spielen Platz, z.B. um auf Nummer sicher zu gehen. Denn die Statistik zeigt: In Krefeld gewinnt nur etwa jeder dritte Favorit, er landet aber in zwei von drei Rennen unter den ersten Dreien.

Die Platz-Zwillingswette

Die Platz-Zwillingswette ist in Frankreich sehr beliebt, in Deutschland eigentlich nur auf dem Rennplatz Iffezheim erfolgreich. Dabei ist die Platzzwillingswette der ideale Einstieg in die spannende Welt der Kombinationswetten.

Das Prinzip ist einfach: Man wählt zwei Pferde aus, die beide unter die ersten Drei laufen müssen und schon gewinnt man. Um die eigenen Chancen noch zu erhöhen, empfiehlt sich aber eine Kombinationswette von mindestens drei Pferden. Selbst wenn ein Kandidat dann schwächelt, kann man noch gewinnen. Es reicht ja, wenn zwei Pferde unter die ersten Drei kommen.

Die Zweierwette

Ein Klassiker im Wettangebot ist die Zweier- oder Einlaufwette. Dabei gilt es, den richtigen Einlauf vorherzusagen, d.h. wer wird Erster und wer Zweiter? Die korrekte Reihenfolge der Pferde ist dabei entscheidend. Deshalb empfiehlt es sich, bei der Zweierwette zumindest „Hin- und Zurück“ zu wetten. Das kostet zwar doppelt so viel Einsatz, erhöht die Gewinnchancen aber beträchtlich, denn in welcher Reihenfolge die beiden gewetteten Pferde nun einlaufen, ist dann egal.

Da die Quoten der Zweierwette meist recht attraktiv sind, rechnen sich mehrere Möglichkeiten: So kann man sich bsw. drei Pferde auswählen und diese kombinieren. Das macht sechs Einzelwetten. Um zu gewinnen, müssen zwei der drei Kandidaten nach vorne laufen. Aber es bietet sich auch die Möglichkeit an, mit einem Stell- oder Bankpferd zu arbeiten. Dabei wählt man sich einen Kandidaten aus, von dem man überzeugt ist, dass er auf die ersten beiden Plätze kommt und kombiniert dann noch drei, vier oder in großen Feldern auch mehr Pferde dazu.

Die Dreierwette

Mit wenig Einsatz viel Geld zu gewinnen – das ist mit der Dreierwette möglich. Es ist allerdings nicht ganz einfach, denn es müssen die ersten Drei in der richtigen Reihenfolge gespielt werden. Zwei Wege bieten sich an: Entweder mit Vollkombination oder mit Bankpferd arbeiten. Bei der Vollkombination werden drei, vier oder mehr Pferde ausgewählt, von denen dann drei die ersten Plätze belegen müssen. Dabei gilt es aber die Mathematik nicht zu vergessen: Drei Pferde zu kombinieren sind zwölf Einzelwetten, bei vier sind es bereit 24, bei fünf schon 60 – nachzulesen im Rennprogramm.

Aber es gibt auch die Möglichkeit, den Einsatz einzudämmen, indem man mit einem oder mehreren Stell- oder Bankpferden arbeitet. Dabei wählt man sich einen Kandidaten aus, von dem man überzeugt ist, dass er auf die ersten Plätze kommt und kombiniert dann noch mehrere Pferde hinzu. Dabei kann man sein Bankpferd auf verschiedene Positionen stellen: Zum Beispiel auf Eins-Zwei, auf Eins-Zwei-Drei oder auf Zwei-Drei. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Viererwette

Die Viererwette wird nur in der „Wettchance des Tages“ ausgespielt. Dabei gilt es, unter den vielen Startern (maximal sind in Krefeld 18 Pferde erlaubt) die vier auszusuchen, die auf den ersten vier Rängen landen. Wichtig ist dabei die richtige Reihenfolge.

Diese Wette zu treffen, ist sicher nicht einfach, doch der Lohn im Erfolgsfall meist sehr üppig. Der geringe Mindesteinsatz ermöglicht es, mit relativ wenig Geld zahlreiche Kombinationen zu spielen. Auch hier empfiehlt es sich, mit so genannten Stellpferden zu arbeiten. Noch besser ist es, bei dieser Wette eine Tippgemeinschaft einzugehen.