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Mit Sainte Marie an der Spitze dominieren die Stuten - 3.500 Besucher bildeten tollen Rahmen zum Ladies‘ Day

Edle Vollblüter und schicke Hüte; wieder einmal erwies sich der Ladies‘ Day auf der Krefelder Galopprennbahn zu einem rundum gelungenen Turffest. „Der Krefelder Rennclub bedankt sich bei allen Besuchern, vor allem den zahlreichen Damen und Kinder, die mit einer tollen Kopfbedeckung zu unserer Veranstaltung erschienen sind“, so Tania Cosman, die 2. Vorsitzende des Krefelder Rennclub. 3.500 Zuschauer bildeten einen tollen Rahmen zum zweiten Renntag des Jahres.

Am Ladies’ Day die Stuten vorne

Das Hauptrennen beim Ladies' Day-Renntag, dem zweiten Renntag der Galoppsaison 2024 im Krefelder Stadtwald, war am Sonntag das Rennen der Winzergenossenschaft Oberrottweil. In dem Ausgleich II über 2050 Meter, der von neun Pferden bestritten wurde, kamen viele Pferde aus absoluten Top-Rennställen des Landes an den Start. Aus Krefeld versuchte Erika Mäders North Hunter sein Glück, der aber den Nachteil hatte, erstmals in diesem Jahr an den Start zu gehen. Der Lokalmatador landete dann allerdings nach einem schlechten Rennverlauf auch nur auf dem fünften Platz. Der Sieg in dem mit 13.000 Euro dotierten Rennen ging nach Mülheim an der Ruhr, in den Stall von Trainer Marcel Weiß. Für diesen siegte die von Sean Byrne gerittene 9,4:1-Außenseiterin Sainte Marie nach Kampf mit einem Hals-Vorsprung gegen die lange mit deutlichem Vorteil führende Marmara Star. „Sie hat toll gekämpft bis zum Schluss, genau am Zielpfosten war sie vorne“, freute sich Siegreiter Sean Byrne, der am Stall von Marcel Weiß beschäftigt ist. Platz drei ging an die aus Hoppegarten angereiste Rose of Lips, womit im Hauptrennen des Ladies' Day-Renntages am Ende drei Stuten vorne waren. In diesem Rennen wurde die Viererwette ausgespielt, sie zahlte stolze 1.207 für ein Euro. Zehn Wetter konnten sich so über einen dicken Gewinn freuen.

Zweimal Adrie de Vries

Begonnen hatte der Ladies' Day-Renntag im Stadtwald mit dem European Mondial 1-2024, einem 1700 Meter-Rennen für die Arabischen Vollblüter. Die sind zwar nicht so schnell wie die Englischen Vollblüter, sondern eher ausdauernder, aber spannend war das Rennen trotzdem, zumal Pferde aus drei Nationen, Deutschland, Belgien und den Niederlanden, an den Start kam. Der Sieg ging dabei an die aus den Niederlanden angereiste 1,6:1-Favoritin Papillion T, die vom niederländischen Klassejockey Adrie de Vries geritten wurde und überlegen gegen Zoi und Ainhoa Petrucio gewann. Für ihren Reiter, der über Winter stets in Dubai reitet, war es der erste Deutschlandsieg in der Saison 2024.

Und Adrie de Vries legte im dritten Rennen, dem WETTSTAR.de-Rennen, noch nach, als er mit dem von Axel Kleinkorres in Mülheim an der Ruhr trainierten Dozdan (4,1:1) gegen die von Markus Klug vorbereitete Lokalmatadorin Bella Luna gewann. Erika Mäders Queen of Jazz, zweite Krefelder Starterin in diesem Rennen, belegte in dieser Prüfung den sechsten Platz.

Pacharan auf dem Weg zum Topsprinter

Einen Heimsieg gab es im zweiten Rennen des Tages, dem Rennen der Jechtinger Weinmanufaktur. Dieses Dreijährigenrennen über 1200 Meter gewann der von Markus Klug im Stadtwald trainierte 2,1:1-Favorit Pacharan unter Starjockey Andrasch Starke. Für den Hengst, der gegen Shootout und Comte Noir gewann, war es bereits der zweite Saisonsieg. Auf kurzen Distanzen ist Pacharan so richtig gut auf Kurs für höhere Aufgaben. Der zweite Stadtwald-Starter in diesem Rennen, Mario Hofers Faster Than Life, belegte den fünften Platz.

Für die größte Sensation des Tages sorgte im vierten Rennen, dem 40 Jahre HOB Facility-Rennen (Ausgleich IV, 2350 Meter) der achtjährige Wallach Summer Storm. Der Oldie, der von 2021 bis 2023 überhaupt keine Rennen bestrittenen hatte, siegte unter der niederländischen Amazone Anna van den Trost zur Riesenquote von 35,9:1. Genau auf der Linie fing Summer Storm die Mitfavoritin La Queen aus dem saarländischen Stall von Uwe Schwinn noch ab.

Wie das erste Rennen, so ging auch die letzte Tagesprüfung, der Preis der Gold- und Silberschmiede Fahnler & Modeatelier Hitschler, ein Ausgleich IV über 1700 Meter, in die Niederlande. Dafür sorgte der vom italienischen Auszubildenden Andrea Ricupa trainierte Sacred Moon (9,1), den die erfolgreiche niederländische Besitzertrainerin Romy van der Meulen in Boxmeer vorbereitete. Einen Tag vor seiner Zwischenprüfung setzte sich der junge Reiter im Finish gegen keinen Geringeren als den vierfachen deutschen Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev durch, der mit Ireland Alexander Platz zwei belegte.

Mit dem Umsatzergebnis von 122.091 Euro zeigte sich der Krefelder Rennclub sehr zufrieden.

12.05.2024